Auf dieser Seite können nur zu einigen Persönlichkeiten Angaben gemacht werden, die für das Schaffen oder die Verbreitung der Werke Schwaens Bedeutung haben. Zu vielen weiteren wichtigen Persönlichkeiten äußerte sich Schwaen in dem Kapitel Begegnungen seiner Autobiographie.
Siehe Schriften: Stufen und Intervalle. Ein Komponist zwischen Gesellschafts- und Notensystemen.
Grafiker, *1936
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Axel Bertram
| Grafik-Studium an der »Hochschule für Bildende und Angewandte Kunst Berlin-Weißensee« bei Klaus Wittkugel und Werner Klemke. Seit 1960 ununterbrochen bis heute selbstständige Tätigkeit als Grafiker in Berlin: Gestaltung von Büchern, Zeitungen und Zeitschriften, Katalogen, Gedenkmünzen, Briefmarken; Entwurf von Werk- und Auszeichnungsschriften; komplexe Gestaltungskonzeption für Kultur-Institutionen. Bevorzugte künstlerische Mittel: Schriftentwurf und Typografie, Marken und Zeichen, Zeichnung und Fotografie. 1960-1972 Mitglied der Ateliergemeinschaft »Gruppe 4« 1972-1986 und erneut 1989-1992 Hochschullehrer für Schrift und grafisches Gestalten an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, 1977 ordentliche Professur.
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Seit den achtziger Jahren enge freundschaftliche Verbundenheit mit Kurt Schwaen, dessen Notenumschläge und CD-Booklets er seit 10 Jahren in tiefer Sympathie zu seiner Musik betreut. Es reizt ihn immer neu, sie ins Visuelle umzusetzen.
Grafiker und Illustrator, 1933–2009
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Gerhard Bläser
Kurt Schwaen. Karikatur | Studium der Gebrauchsgrafik und Illustration an der »Hochschule für Bildende und Angewandte Kunst Berlin-Weißensee« bei Theo Balden, Ernst Jadzewski, Arno Mohr und Werner Klemke. 1957 Hochschulabschluß, danach bis 1979 freiberuflich tätig, vor allem als Illustrator für alle größeren Zeitschriften der DDR (etwas 450 Zeichnungen im »Eulenspiegel«). Illustrationen für Fortsetzungsromane, Kinder- und Jugendbücher sowie Schulbücher. Außerdem Fernsehgrafik- und Briefmarkengestaltung. Beteiligung an Ausstellungen im In- und Ausland. Von 1979-1992 Hochschullehrer (Professor) in der Abteilung Gebrauchsgrafik der Kunsthochschule Berlin. Seit 1993 wieder freiberuflich tätig. Seit mehr als zwanzig Jahren freundschaftliche Beziehungen zu Kurt Schwaen, den er mehrfach zeichnete, auch als Karikatur. |
Schriftsteller, 1898-1956
Der Einfluß von Brecht auf Kurt Schwaen begann schon während des Studiums in Berlin über die Musik (1931-33). Das ideale Zusammenwirken von Literatur, Musik und Interpretation durch Brecht, Eisler und Busch beeindruckte den Komponisten stark. Der Einfluß verstärkte sich nach dem Krieg durch die persönliche Zusammenarbeit mit Brecht und dem Berliner Ensemble.
Schwaen lernte Brecht 1949 kennen, vertonte auf dessen Wunsch Deutsche Volksdichtungen, die Brechts Meisterschüler Wera und Claus Küchenmeister gesammelt hatten, und schrieb anschließend die Bühnenmusik zu dem Volksstück Hans Pfriem oder Kühnheit zahlt sich aus (Text: Martinus Hayneccius, 1582), das bei der ersten Matinee des Berliner Ensembles zur Uraufführung gelangte (1954). Brecht gefiel die Musik:
»Es wird wenig Leute geben, welche die lustige und wahrhaft edle Musik Schwaens nicht schön finden. Aber das Einstudieren dieser Musik wird vielleicht nicht ganz leicht sein. Von solchen Schwierigkeiten in der Kunst darf man sich niemals abhalten lassen. Die guten Musiker bereiten dem Ohr Überraschungen. Sie vermeiden das Abgedroschene. Was zunächst verblüfft, wird schnell als erfrischend empfunden, wenn es fleißig geprobt wird. Erleichtert wird das Probieren durch das Verständnis dessen, was der Musiker beabsichtigt.«
(Schriften zum Theater, Bd. 3 Aufbau Verlag Berlin/Weimar 1964, S.359)
Höhepunkt der Zusammenarbeit zwischen Brecht und Schwaen war die Komposition des Lehrstückes Die Horatier und die Kuriatier 1955/56.
Siehe Schriften: Stufen und Intervalle und siehe Beitrag unter News. Hörbeispiele: Schwaen über Brecht (Gespräch) und: Die Horatier und die Kuriatier
Siehe auch Sonderheft des
Kurt-Schwaen-Archivs anlässlich des 50 Todestages von Bertolt Brecht 2006
Komponist, 1917–2009
Dietrich Erdmann lebt seit 1925 in Berlin. Von 1931-34 besuchte er die Volksmusikschule Neukölln, bekam dort Cellounterricht und belegte Satzlehrekurse bei Hindemith, von Knorr und Genzmer. 1934-38 studierte er an der Berliner Musikhochschule Chorleitung (bei K.Thomas) und Orchesterleitung (bei W. Gmeindl).
Sein Vater wurde 1937 von den Nazis ermordet. Umso bedrückender mußte für Erdmann der Dienst in der Wehrmacht von 1938 bis 1945 sein. Nach seiner Rückkehr aus dem Krieg war er nach kurzer Schultätigkeit von 1947-82 zunächst an der Pädagogischen Hochschule, später an der Hochschule der Künste Berlin (HdK) in leitender Position tätig.
Sein Werk umfaßt außer Oper und Ballett alle Gattungen: Orchesterwerke, Solokonzerte, Vokalwerke und vielfältige Kammermusik.
1935 war er Mitbegründer des »Arbeitskreises für Neue Musik«, 1963 gründete er das »Studio Neue Musik« und 1973 den »Arbeitskreis für Kammermusik«.
Erdmann hegt eine tiefe Abneigung gegen Moden und »Systeme« jeglicher Art. Stets blieb er bestrebt, mit seiner Musik seine Mitmenschen zu erreichen, ohne billige Kompromisse einzugehen. Sein Credo lautet: Mit sparsamen Mitteln gehaltvolle Musik zu machen.
Kurt Schwaen kennt Erdmann seit 1932. Die beiden Komponisten haben viele Gemeinsamkeiten und es verbindet sie eine enge Freundschaft, die auch in der gemeinsamen CD Unità in musica zum Ausdruck kommt.
Musikpädagogin und Musikwissenschaftlerin, * 1943
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Rosi Groth übergibt Kurt Schwaen zu dessen 89. Geburtstag das fertige »Kurt-Schwaen-Verzeichnis« |
Rosemarie Groth begegnete bereits durch die Unterrichtsarbeit als Fachlehrerin für Musik in Eisenhüttenstadt dem Schaffen Kurt Schwaens. Nach ihrem Umzug nach Berlin arbeitete sie an zwei Musikschulen bevorzugt auf dem Gebiet der frühmusikalischen Vorschulerziehung und der Auswahl von Bewerbern für den Unterricht an der Musikschule.
1981 promovierte sie zum Dr. phil. über ein musikpsychologisches Thema zur Talentefindung an Musikschulen. Durch ihre Tätigkeit als Lektor für Musikalie im Verlag Neue Musik Berlin lernte sie Kurt Schwaen persönlich kennen. Als Mitarbeiterin des Musikarchivs der Akademie der Künste der DDR und Betreuerin des kompositorischen Oeuvres von Kurt Schwaen konnte sie sich erstmals mit dem Gesamtschaffen des Komponisten bekannt machen. Mit der archivalischen Aufarbeitung des umfangreichen und ständig und schnell wachsenden Werkes von Kurt Schwaen entstanden das Manuskript eines umfassenden und detaillierten Werkverzeichnisses incl. verschiedener Findbücher (siehe: Kurt-Schwaen-Archiv).
Nach der politischen Wende 1989 war sie in verschiedenen ABM beschäftigt und kam zufällig durch ihre Tätigkeit an der Schostakowitsch Musikschule Berlin-Hohenschönhausen im Zusammenhang mit der Organisation des Internationalen Kurt-Schwaen-Wettbewerbs anläßlich seines 90. Geburtstag mit dem Komponisten wieder dienstlich in Verbindung. Während der gesamten Nachwendezeit war sie jedoch - wenn auch nur sporadisch - mit der Vervollständigung des ständig umfangreicher werdenden Werkverzeichnisses befaßt. So ist sie seitdem dem Komponisten und seiner Ehefrau, die das Kurt-Schwaen-Archiv leitet, freundschaftlich familiär verbunden.
Ehemann Dr. Jürgen Groth steht dem Kurt-Schwaen-Archiv als Ratgeber bei der technischen Umsetzung in Sachen computergerechter Aufarbeitung des kompositorischen Schaffens zur Seite und ist auch an der Gestaltung des vorliegenden Webauftritts beteiligt.
Musikkritiker und- publizist, * 1930
Publikationen:
Günther Ramin, Union Verlag Berlin 1969
Die Thomaner, Union Verlag Berlin 1979, ²1986
Kirchenmusik in der DDR - eine erste Bestandsaufnahme, Berlin 1983
Die-Robert-Schumann-Phiharmonie Chemnitz und ihre Vorgänger in Geschichte und Gegenwart, Chemnitz 1992
Chemnitzer Musikstätten, Chemnitz 1996
sowie umfangreicher Beiträge über Kurt Schwaen im Lexikon Komponisten der Gegenwart, im Schlesischen Musiklexikon und über die Klavierkompositionen Schwaens in: Kurt Schwaen zum 90. Geburtstag.
Über seine Beziehungen zu Kurt Schwaen schreibt Wolfgang Hanke:
»Kurt Schwaen lernte ich kennen und schätzen, als ich ihn in den 60er Jahren als Sekretär der Sektion Musik an der Akademie der Künste im Ostteil Berlins in Veranstaltungen zur Neuen Musik erlebte. Seine wohltuend undogmatische, menschlich warme Art der Moderation und seine vorurteilsfreie Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Strömungen der Musik, die bei den DDR-Oberen zu jener Zeit noch kaum Verständnis fanden, berührten mich außerordentlich sympathisch. Meine Sympathie und mein Interesse für ihn wuchsen, als ich in seinen Lebenserinnerungen “Stufen und Intervalle”, ein treffendes, mit vornehm zurückhaltender Ironie gewürztes Streiflicht auf das Nachkriegskulturleben in meiner Heimatstadt Forst an der Neißegrenze und seine damals tragenden Persönlichkeiten las, zu dem ich vor dem Beginn meines Studiums an der Leipziger Universität selbst einiges beitragen durfte.
Als mir 1991, nach mehr als vier Jahrzehnten Musikkritikertätigkeit in Leipzig, Dresden und Berlin, die Möglichkeit geboten wurde, eine größere Zahl mir bekannter Musiker für den Schlesien-Teil eines “Lexikons der deutschen Musik im Osten” zu würdigen, lag es mir dringend am Herzen, auch dem so hoch geschätzten Komponisten einen ausführlichen Beitrag zu widmen. Daneben sind andere Arbeiten aus meiner Feder über “K.S” und seine zahlreichen Kompositionen für Klavier und andere Tasteninstrumente erschienen, und es hat sich im Laufe der Jahre eine sehr herzliche persönliche Beziehung zu ihm und seiner Frau entwickelt, die mein Leben nachhaltig bereichert und mir auch für meine eigentlichen Arbeits- und Forschungsgebiete, die Geschichte des Leipziger Thomanerchores und seiner Kantoren und die Entwicklung der Kirchenmusik in Berlin und den neuen Bundesländern von ihren Anfängen bis zur Gegenwart, immer wieder wertvolle neue Denkanstöße gibt.«
Komponist, *1953
Studium an der Leipziger Hochschule für Musik Felix Mendelssohn-Bartholdy u.a. im Fach Komposition bei Prof. Siegfried Thiele; danach Meisterschüler an der Akademie der Künste Berlin bei Prof. Siegfried Matthus, zugleich an der Leipziger Musikhochschule Oberassistent für Tonsatz.
Seit 1988 freier Autor.
Seit 1991 Cheflektor im Verlag Neue Musik Berlin.
1994 Mitbegründer des Labels Kreuzberg records
Heyn ist Vorsitzender des Vereins der Komponisten und Musikwissenschaftler (VKM e.V.)
Preise
| 1978/80 | Mendelssohn-Stipendiat des Ministeriums für Kultur |
| 1987 | Hanns-Eisler-Preis (für 3 Jiddische Gesänge) |
| 1991/93 | Stipendiat der Körber-Stiftung Harrburg (für die Oper Bakchen des Euripides) |
Werke (Auswahl)
· 4 Concerti grossi für verschiedene Solisten und Orchester
· 3 Opern, szenische Kammermusik, Bühnen- und Hörspielmusik
· Vokalzyklen nach Texten verschiedener Dichter (u.a. Achmatowa, Fontane, Goethe, Reimann)
· Kammermusik aller Genres, didaktische Kompositionen
Heyn lernte Schwaen zuerst in seinen Wirkungen kennen. Damals noch Leipziger und junger Autor, bekam er vom Rat der Stadt einen Auftrag für ein Kinderstück. Ihm und dem Librettisten wurde erklärt, wie man Kinderopern schreiben sollte. Nämlich wie Kurt Schwaen.
Der Verlag Neue Musik zog 1994 von Berlin-Mitte nach Kreuzberg. Die Deutsche Post ließ den Verlag vier Monate ohne Telefon. Nichts für den produktiven aber ungeduldigen Komponisten Schwaen. Das Verhältnis spiegelt sich in dem umfangreichen, oft humorvoll geführten Briefwechsel wider. Dabei kam es sogar zu einem Krach, der aber mit einer freundschaftlichen Versöhnung endete.
Zum Schwaen-Kolloquium 1999 laudierte Heyn einige Miszellen. Er wurde Zeuge, daß auch hochrangige Musikwissenschaftler den Mut aufbringen können, jahrelange Vorurteile durch sachliche Analysen zu ersetzen.
http://www.thomasheyn-komponist.de
Dirigent, 1920-1990
Kegel studierte 1935-40 am Konservatorium seiner Heimatstadt Dresden. Er war u.a. Schüler von Boris Blacher (Komposition), Alfred Stier (Chorleitung) und Karl Böhm (Orchesterleitung).
| 1946-49 | Kapellmeister am Volkstheater Rostock |
| 1949-78 | Leiter des Runfunkchores Leipzig |
| 1949-53 | Leiter des Großen Rundfunkorchesters Leipzig |
| 1953-60 | Dirigent (1958 GMD) |
| 1960-78 | Chefdirigent des Rundfunk-Sinfonieorchesters Leipzig |
| 1977-85
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Chefdirigent und Leiter der Dresdner Philharmonie |
Herbert Kegel beschäftigte sich intensiv mit dem vokalen und instrumentalen Gegenwartsschaffen bedeutender Komponisten des In- und Auslandes. Er leitete viele Ur- und Erstaufführungen von Werken zeitgenössischer Komponisten und spielte sie für Rundfunk und Schallplatte ein.
Kurt Schwaen verdankt Kegel mehrere Rundfunkproduktionen, darunter die der Kantaten Unsere schöne Heimat und Preisend den Frieden, sowie die Musik zu Brechts Lehrstück Die Horatier und die Kuriatier, die der Dichter noch kurz vor seinem Tode vom Tonband abhören konnte.
Grafiker und Illustrator, 1917-1994
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Werner Klemke
Titelblatt zu Noten von Kurt Schwaen | Werner Klemke wurde in Berlin geboren. Sein ganzes Leben sollte er in dieser Stadt verbringen, sichtlich auch durch sie geprägt, ohne daß sie sich auf sein Schaffen wie etwa bei Zille oder Nagel auswirkte. Außerordentliche Vielseitigkeit, handwerkliche Perfektion (er verhalf u.a. dem Holzstich zu einer neuen Bedeutung) und Witz (Titelblätter zu Das Magazin 1955-90) begründeten seinen nahezu legendären Ruhm.
Er erhielt viel Auszeichnungen. Die Stadt Certaldo ernannte ihn für seine Boccaccio-Illustrationen zu ihrem Ehrenbürger, die Akademie der Künste der Sowjetunion zu ihrem Ehrenmitglied. Neben zahllosen Buchillustrationen zu Werken der Weltliteratur und zu Kinderbüchern (Grimms Märchen wurden in der DDR nahezu zu einem Volksbuch) schuf er ebenfalls Theaterplakate, Umschlagseiten für Schallplattentaschen und Noten. Zu seinen engsten Freunden gehörte Kurt Schwaen, für den er auch Schallplatten- und Notentitel gestaltete.
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Siehe Schriften: Stufen und Intervalle
Dirigent, 1929-2000
Geboren in Dresden, war Karl Dietrich Knothe Thomaner in Leipzig unter dem Thomaskantor Günther Ramin. Studium an den Musikhochschulen in Leipzig und Berlin-Charlottenburg.
| 1953-62 | Leiter des Rundfunkkchores Leipzig |
| 1955 | Gründung der Capella Lipsiensis |
| 1966 | Chorleiter an der Berliner Singakademie, bis 1975 Vizedirektor, |
| 1975-89 | Direktor der Berliner Singakademie |
| 1982-94 | Leiter des Rundfunkchores Berlin |
Aufführungen von Chorwerken vom Mittelalter bis zur Gegenwart in höchster Qualität; dabei zahlreiche Uraufführungen und Rundfunkproduktionen.
Dietrich Knothe erbat sich immer wieder Chorwerke Schwaens, um sie mit dem Rundfunkchor oder der Singakademie zu produzieren.
Eine Auswahl davon sei hier genannt:
Der neue Kolumbus. Musikalisches Poem. (Text: Heinz Rusch) 1962. Produktion für die Schallplatte NOVA 880153;
Shakespeare-Szene (Text: W. Shakespeare aus »Was ihr wollt«) 1965;
Komm wieder zur künft´gen Nacht (Volksdichtungen, bearb. Von W. u. C. Küchenmeister) 1974 ; In den stolzen Städten. Chorzyklus (Text: G. Kunert); Gagarin (Text: G. Kunert) 1977; Blüht dir eine Liebe (Text: Helmut Preißler 1977; An Dionysos (Text: Griechische Götterhymnen); Ein Zicklein (Volksdichtung) 1979; Psalm (Text: B. Brecht) 1984; Lob der Massen (Text: Volker Braun) 1984; Nimm an die Weisheit. (Zyklus für 4-6st. Chor nach den Sprüchen Salomonis) 1989.
Autor und Regisseur, *1943
Jochen Kraußer arbeitete bei der DEFA im Dokfilm-Studio in Berlin. Er machte anfangs vorwiegend Kinderfilme, die bei Filmfestivals in Gera mehrere Auszeichnungen erhielten (zwei »Goldene Spatzen«). Später wandte er sich vorwiegend Porträts zu, wobei ihn auch surrealistische Themen beschäftigten. Bekanntester Film: »Leuchtkraft der Ziege«.
Unter dem Motto: Jeder sucht seinen eigenen Weg interessieren ihn aber auch politische Themen.
Der letzte Dokfilm vor der Auflösung der DEFA stammte von Jochen Kraußer: »Der Gordische Knoten« und handelt von der Theatergruppe »Zinnober« vom Prenzlauer Berg in Berlin.Weitere Filme: »Herbstblätter« und »Die Demonstration«.
In letzter Zeit große Erfolge seiner beiden Filme »Cinquillo Cubano« (90 Min.), in dem eine kubanische Musikerfamilie im Mittelpunkt steht (Ursendung 1998, ARTE) und »Abschied von Mechowoje« (70 Min.), in dem es um fast ausgestorbene Sitten, Gesänge und Gebräuche in russischen Dörfern geht. (Ursendung 2000, ARTE). Beide Filme sind eng mit Musik verbunden (der Regisseur ist selber Musiker!).
Der neue Dokumentarfilm von Kraußer »Kurt Schwaen. Eine weite Reise« ist mehr als ein Porträt des Komponisten. Er spiegelt 90 Jahre politische wie musikalische Zeitgeschichte wider und scheint neue Maßstäbe zu setzen, hinsichtlich des Herangehens bei der Verfilmung einer Musikerpersönlichkeit.
Siehe: Dokumentarfilme
Schriftsteller und Szenarist, *1930
| 1949/1950 | Studium der Theaterwissenschaften in Weimar |
| 1950/1951 | DEFA-Nachwuchsstudio |
| 1951/1955 | Meisterschüler der Akademie der Künste bei Bertolt Brecht im Berliner Ensemble |
| 1955 | Diplom |
Seitdem als Schriftsteller tätig. Zwischenzeitlich Dozent und später Fachrichtungsleiter Szenaristen an der Filmhochschule Potsdam-Babelsberg.
Bis 1990 Szenarist der DEFA.
Schriftstellerin und Dramaturgin, *1929
| 1949/1950 | Studium der Theaterwissenschaften in Weimar |
| 1959/1954 | Meisterschülerin der Akademie der Künste bei Bertolt Brecht im Berliner Ensemble |
| 1954 | Diplom |
Seitdem als Schriftstellerin tätig.
Zwischenzeitlich Dozentin an der Filmhochschule Potsdam-Babelsberg; Chefdramturgin im Maxim-Gorki-Theater Berlin.
Bis 1990 Szenaristin der DEFA
W. und C. Küchenmeister schrieben – fast immer gemeinsam – Szenarien, Hörspiele, Stücke, Libretti, Bücher für Kinder und Erwachsene.
Dazu gehören u.a.:
Hans Pfriem oder Kühnheit zahlt sich aus nach Hayneccius. UA 1954 Berliner Ensemble. Sie nannten ihn Amigo, Film 1959. Die Abenteuer des Werner Holt. Film 1965 (nur Claus K. mit J.Kunert). Die Stadt aus Spass. Roman für Kinder, 1965 (nur Wera K.). Pinocchios Abenteuer. Opernlibretto, UA 1970 Zwickau. Der Meisterdieb. Film TV 1976. Gevatter Tod Film TV 1980. Jorinde und Jorigel. Film TV 1985. Craqueville oder die unschuldige Sünderin. Opernlibretto, UA 1986 Theater Brandenburg. Der Lude. Roman 1987. Das prophetische Tier. Lope-de Vega-Bearbeitung 1995, Rheinisches Landestheater Neuss. Der Markt von Malmantile nach Goldoni, Rheinisches Landestheater Neuss. Ich will es und ich wage es. Aufstieg und Fall des Hauses Gentz zu Neuruppin, Szenenfolge, 1998. Wintermärchen, Szenarium nach Robert Green. Hans Wurst nach dem Volksbuch Faust u.a.
Kurt Schwaen und W. und C. Küchenmeister kennen sich bereits seit Anfang der fünfziger Jahre und hatten besonders während der gemeinsamen Zeit am Berliner Ensemble engen Kontakt. Im Laufe der Jahre vertonte Schwaen immer wieder Liedtexte und Libretti von ihnen.
Bühnenmusik zu: Hans Pfriem oder Kühnheit zahlt sich aus.
Filmmusik zu: Sie nannten ihn Amigo und Der verlorene Ball.
Oper für Kinder: Pinocchios Abenteuer.
Komische Oper: Craqueville oder die unschuldige Sünderin
Lieder: Lieder nach Deutschen Volksdichtungen, deren Texte auf Anregung von Brecht durch W. und C. Küchenmeister bearbeitet worden waren
Kinderlieder: Wiegenlied, Wer möchte nicht im Leben bleiben, Draußen steht ein Bäumchen, Regenspruch, Wie die Gänse zu ihren Stummelschwänzchen kamen u.a.
Schriftsteller, * 1929
In Berlin geboren, studierte Kunert nach dem Krieg an der »Hochschule für Angewandte Kunst« in Berlin Weißensee. Er ist in allen literarischen Formen tätig, vor allem aber ist er »ein deutscher Lyriker mit Verstand« (Reich-Ranicki). Das eine brachte ihm Erfolg und Wertschätzung (so wurde er als junger Autor von Becher und Brecht gefördert), das andere Schwierigkeiten, die ihn 1979 die DDR verlassen ließen. Seitdem lebt er in Itzehoe.
Seit fast vierzig Jahren veröffentlicht Kunert sein umfangreiches Werk im Carl Hanser Verlag München. Als dort 1964 seine »Tagträume« erschienen, wurde der Dichter auf dem Umschlagblatt wie folgt charakterisiert:
»Jetzt liegt seine erste Prosa vor. Es sind Parabeln, Präzisionsstücke der Poesie. Ein nachdenklicher Mensch, ein scharfer Beobachter geht mit den Zuständen unserer Zeit ins Gericht, deutet die Tag- und beleuchtet die Nachtzeiten unserer Existenz, entlarvt – oft auf drastische Art – Eitelkeit, Dummheit, Gemeinheit. Mit sparsamen, genau geführten Strichen zeichnet er seine Menschen, faßt er das Typische einer Stadt, trifft er Situationen. Günter Kunert sieht die Welt mit illusionsloser Liebe. Seine Prosastücke provozieren. Zugleich sind sie in ihrer poetischen Konzentration bündige Formeln zu einem klaren Zeit- und Selbstverständnis.«
Kunerts Art zu denken und sich zu artikulieren kam dem Komponisten Schwaen entgegen. So entstanden seit 1957 viele gemeinsame Werke ganz unterschiedlicher Genres:
Die beiden Hörspiele Denkmal des unbekannten Fliegers und Kaiser von Hondu. Die Funkoper Fetzers Flucht, die später als Fernsehoper schärfster ideologischer Kritik unterzogen wurde. Die (szenischen) Kinderkantate König Midas (1958), an der zu arbeiten für Schwaen besonders beglückend war. Geradezu euphorisch schreibt er darüber in seiner Autobiographie
»Nichts deutete damals darauf hin, daß er der richtig Mann war. Er war es nicht nur, sondern geradezu der ideale Stücke- und Verseschreiber. Fabel und Durchführung in der Mischung von Poesie, Witz und Klugheit, konnten nicht glücklicher ausfallen. Die Musik dazu zu schreiben, war ein reines Vergnügen. Auch von wenigen Tagen.«
Es folgten die Kinderopern: Die Weltreise im Zimmer und Ein Tier, das keins ist, sowie Musikalische Erzählungen.
Immer wieder reizen Schwaen aber auch Kunerts Gedichte zu Liedvertonungen, sowohl in Chorzyklen (Tagwerke und In den stolzen Städten), wie auch als Sololieder mit Klavierbegleitung (Sechs Lieder nach Texten von Günter Kunert, Städtelieder, Liebsame Beschäftigung, Begegnung in der Frühe, An einen Ikarus).
Siehe Schriften: Stufen und Intervalle
Malerin/Grafikerin sowie Designerin und Projektmanagerin, *1938
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Gisela Kurkhaus-Müller
Almuth Kraußer-Vistèl am Cembalo | 1958-63 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig bei Wolfgang Mattheuer. 1966-74 Dozentin für Entwurf an der Fachschule für Werbung und Gestaltung Berlin. Seit 1980 dreizehn Personalausstellungen in Deutschland sowie zahlreiche Ausstellungsbeteiligungen. Seit 1992 Veranstaltung von über 100 »Berliner Salons«, darunter sieben Jahre »Salon in Beton« im KulturGut Berlin Marzahn, u.a. auch mehrfach mit Kurt Schwaen. |
Musikwissenschaftler/Musikdirektor, *1940
Studium der Musikerziehung, der Germanistik und der Musikwissenschaft an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Seit 1965 an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, zunächst als wissenschaftlicher Assistent, seit 1969 als Universitätsmusikdirektor. Arbeit in Lehre und Forschung, als Chor- und Orchesterleiter.
Seit 1978 freundschaftliche Verbundenheit mit Kurt Schwaen. Uraufführungen und zahlreiche wiederholte Aufführungen der Klaviertrios Nr. 2, 3 und 5 mit dem Universitätskammertrio Greifswald (als Künstlerischer Leiter und Cellist). Mitherausgeber der Festschrift zum 85. Geburtstag Kurt Schwaens. Wissenschaftliche Beiträge zu seiner Kammermusik.
Dirigent, *1929
Mit Kurt Schwaen verbindet Roost eine jahrzehntelange Zusammenarbeit, die sich auch in einer großen Anzahl von Uraufführungen und Rundfunkproduktionen sowie in der Herausgabe des Chorbuches Übung macht den Meister. 115 Sprichwörter für Schulchöre (VNM 1973) widerspiegelt.
Uraufführungen sowie Rundfunk- und
Schallplatteneinspielungen
von Werken Kurt Schwaens (Auswahl):
Schriftsteller, Drehbuchautor, Regisseur 1924–2008
In Reichenberg (heute Liberec) geboren, gehört Rücker zu der Generation von Künstlern, die der 2. Weltkrieg mitgeprägt hat und die über den Neulehrer und späten Studenten zu ihrem Beruf finden.
1942 Soldat und Gefangenschaft
1947-49 Studium an der Theaterhochschule Leipzig.
Von 1951-2000 lebte er als freischaffender Schriftsteller und Mitarbeiter der DEFA in Berlin
Er schreibt Erzählungen (u.a. Woher die Geschichten kommen, Herr von Oe., Hilde, das Dienstmädchen, Otto Blomow), Hörspiele (u.a. Zehn Jahre später, Geben Sie mir die Ehre, Portrait einer dicken Frau, Im Hafersteig) und Drehbüchern zu Filmen (u.a. Der Fall Gleiwitz, Bis daß der Tod Euch scheidet, Die Verlobte).
Die Erlebnisse in seiner Jugend in Böhmen sind oft Themen seiner Werke. Immer wieder fesseln ihn zeigeschichtliche Ereignisse, die ihn ungewohnte künstlerische Lösungen finden lassen. Seine Prosa zeichnet sich durch einen pathoslosen stillen Vortrag und unaufdringlichen Humor aus.
Schwaen und Rücker sind seit langer Zeit befreundet. In einem Essay schrieb er 1994 über seine Beziehungen zu den Komponisten:
»Nach dem Gleiwitzfilm verloren wir uns eine Zeit lang aus den Augen, dann kamen die Plenartage in der Akademie der Künste zu Berlin mit ihren Gesprächen und langen Abenden, jetzt trifft man einander unter anderen Vorzeichen, aber man trifft sich wieder öfter, und man trifft sich, als hätte es keine Unterbrechung gegeben. Ich sehe Dich an der Seite Deiner Frau, Gespräche beobachtend, Pointen auf der Zunge, Sätze und Gegensätze leicht und vergnüglich formulierend, und ich denke: älter werden wie der! Heiterer Souverän dieses einen, so oft gefährdeten und nie verkauften Lebens zu bleiben, das wünsche ich mir.«
Siehe Schriften: Festschrift Kurt Schwaen zum 85. Geburtstag
Maler, *1948
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Aleksandre Rytschkow Adam und Eva | 1967-73
| Studium an der Akademie der Künste der Sowjetunion |
| 1980 | Mitglied in der Künstlervereinigung der Sowjetunion | |
| 1993 | Mitglied der internationalen Akademie der energetisch-informationellen Wissenschaften, Vorsitzender der Kunst-Sektion | |
| 1980-96
| Teilnahme an über 40 Ausstellungen in Rußland | |
| 1996 | Personalausstellung in Bremen und Teilnahme an der internationalen Ausstellung »Parallele Ansicht« in Boston, USA | |
| 2001 | Personalausstellung in St. Petersburg |
Bilder von Rytschkow befinden sich u.a. in folgenden Museen
| Museum der Akademie der Künste | Sankt Petersburg, Rußland |
| Staatliches Russisches Museum | Sankt Petersburg, Rußland |
| Historisches Museum | Sankt Petersburg, Rußland |
| Nationales Kunstmuseum | Kiew, Ukraine |
und in zahlreichen Privatsammlungen in Finnland, Deutschland, USA, Japan, der Schweiz und England.
Aleksandr Rytschkow lebt in St. Petersburg, Rußland. Er porträtierte Kurt Schwaen mehrfach in verschiedenen Techniken.
Kontakt über das Kurt-Schwaen-Archiv
Bildhauerin und Tänzerin, 1905-1943
In Posen geboren, besuchte sie ab 1921 die Odenwaldschule, eine reformfreudige Freie Schulgemeinde in Heppenheim, in der zur gleichen Zeit auch Klaus Mann Schüler war.
Ab 1924 begann sie das Studium an verschiedenen Kunstgewerbe-Fachschulen. Gleichzeitig interessierte sie sich für den Tanz und wirkte als Gruppentänzerin in der Volksbühne Berlin mit.
Eine intensive Ausbildung erhielt sie in der Tanzschule von Gertrud Wienecke. Dort wurde Kurt Schwaen 1938 für vier Jahre ihr Begleiter am Klavier.
Mit gleichgesinnten Künstlern schloß sie sich der Widerstandsgruppe Schulze-Boysen an. Sie wurde verhaftet, zum Tode verurteilt und am 5.8.1943 hingerichtet.
Siehe Schriften: Über Oda Schottmüller
Violinist, Violinpädagoge geb. 1931
1943-47 Thomaner in Leipzig unter dem Thomaskantor Günther Ramin.
Musikstudium in Halle bei Edgar Wolgandt und Walter Davison.
Engagements am Theater Quedlinburg, (mit 20 Jahren als jüngster Konzertmeister der DDR) und am Staatlichen Sinfonieorchester, Sitz Aue.
1961-93 Lehrtätigkeit am Rostocker Konservatorium/Bezirksmusikschule Rostock und der Hochschule für Musik Berlin, Außenstelle Rostock. 1990 Berufung zum Leiter derselben.
Seit 1977 Studienrat, seit 1987 Professor.
Seit 1992/93 emeritiert und freischaffend tätig.
Die Schüler von Ulfert Thiemann waren bekannt dafür, daß sie bei Wettbewerben stets sehr gute Ergebnisse erzielten und Medaillen erspielten, darunter auch viele in Gold.
Thiemann leitete mit großem Engagement das Jugendkammerorchester Rostock. Daneben trat er bei Orchester- und Kammermusikveranstaltungen als Solist hervor. Er war 10 Jahre Primarius des Thiemann-Quartetts Rostock und wirkte im Rostocker Klaviertrio mit.
In den Jahren 1979-1987 schrieb Kurt Schwaen auf Thiemanns Anregung mehrere Kompositionen, die von ihm als Solisten bzw. Dirigenten zur Uraufführung gebracht wurden (Violinkonzert, Suite classique, Concerto grosso für Streichquartett und Streichorchester, Klaviertrio Nr. 4, Hommage à J.S.Bach für Streichorchester u.a.).
Pianistin, geb 1970
Studium an der Hochschule
für Musik »Hanns Eisler« in Berlin.
Seit 1990 freiberuflich als
Pianistin, Komponistin der Chansonduos »Klaster Royall« und als
Klavierlehrerin tätig
Ishlar Smolny lernte Kurt
Schwaen in den 80er Jahren zu ihren Musikschulzeiten kennen, wo sie alsbald
begann, die Musik von Kurt Schwaen solistisch sowie in unterschiedlichen
kammermusikalischen Besetzungen mit erstaunlicher Frische und viel Temperament
aufzuführen.
Kurt Schwaen begleitete
ihre persönliche wie auch pianistische
Entwicklung als Mentor, Komponist, anregender Gesprächspartner und väterlicher
Freund.
Die musikalische
Zusammenarbeit äußerte sich in zahlreichen Uraufführungen, Kurt Schwaen
Konzerten, Kurt Schwaen - Kinderkonzerten und nicht zuletzt in der ins Leben
gerufenen »Notenkorrekturfirma Ishlar u Co« , welche für Kurt
Schwaen bis zu seinem Tode tätig war.
Zusammen mit Kurt Schwaens
Frau Ina Schwaen und Christiane Thoms als Polonistin unternahmen das vierblättrige
Kleeblatt zahlreiche Erholungs- sowie Konzertreisen nach Polen. Mit »Hub - und
Schubkraft« erstiegen sie 2001 mit dem 92jährigen Komponisten die Schneekoppe
und die Burg
Chojnik (Kynast).
Ishlar Smolny war Kurt
Schwaen bis zu seinem Tod sehr verbunden und führt weiterhin seine Werke auf.
Maler und Zeichner, 1986-1941
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Emil Stumpp
Bertolt Brecht | Philologiestudium in Marburg, Berlin und Uppsala (Schweden). Soldat im 1. Weltkrieg (1914-18). Kunsterzieher an einem Gymnasium in Königsberg (1919-24). Mit einer Schwedin verheiratet, fünf Kinder. Ab 1924 freischaffender Künstler, begehrter Pressezeichner in Königsberg und Berlin. Zeichnet die Prominenz seiner Zeit (Künstler, Gelehrte, Politiker, Dichter, Sportler). Besonderheit: eigenhändige Unterschrift seiner »Modelle« auf den Lithographien. Erhält 1933 Berufsverbot wegen einer Hitlerzeichnung im »Dortmunder Generalanzeiger«. Lebt seitdem häufig im Ausland, verdient den Lebensunterhalt durch Verkauf von Porträt-Lithographien. Wird am 2.10.1940 wegen seiner freimütigen Äußerungen verhaftet und zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Stirbt am 5.4.1941 im Gefängnis zu Stuhm an den Folgen der Haft. Nach seinem Tod gründen seine Tochter Hedwig mit ihrem Mann Kurt Schwaen in Berlin das »Emil-Stumpp-Archiv«. |
Siehe Schriften: Stufen und Intervalle und Emil Stumpp: Über meine Köpfe (Hrsg. Kurt Schwaen)
(eigentlich Marie Wiegmann)
Tänzerin und Choreographin, 1986-1973
Unterricht bei Jaques Dalcroze und Rudolf von Laban. Schuf in Abgrenzung zum Klassischen Ballett einen eigenen Stil, den absoluten Tanz (auch »German Dance« genannt). Mary Wigman führte eine eigene Schule in Dresden, die von den Nazis geschlossen wurde. Sie verlegte daraufhin ihr Tanzstudio nach Leipzig, wo sie an der Staatlichen Hochschule für Musik eine neue Heimstätte fand. Dort war Schwaen 1943 für kurze Zeit ihr Begleiter bis ihn die Einberufung erreichte. 1946 setzte er sich nachhaltig für die Eröffnung einer Wigman-Schule in Berlin ein.
Siehe Schriften: Stufen und Intervalle
Siehe auch Sonderheft des Kurt-Schwaen-Archivs anläßlich des 120.Geburtstages von Mary Wigman, 2006
»Erinnerungen an die Tänzerin Mary
Wigman«.
Tagebuchaufzeichnungen,
Erlebnisse, Briefwechsel